Ein Fisch namens Wanda

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John Cleese
Jamie Lee Curtis
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A Fish Called Wanda (OF) 

  GB 1988. Regie: Charles Crichton. Drehbuch: John Cleese, Charles Crichton. Kamera: Alan Hume. Schnitt: John Jympson. Musik: John Du Prez. Darsteller: John Cleese, Jamie Lee Curtis, Kevin Kline, Michael Palin, Maria Aitken u.a. Länge: 108 Minuten. Frei ab 12. Besonders wertvoll. Englische Originalfassung. 

Bei einem großangelegten Juwelenraub hat eine vierköpfige Gangstertruppe reichlich Beute gemacht. Doch als es ans Verteilen geht meinen zwei der Bande, die hübsche Wanda (Jamie Lee Curtis) und Killer Otto (Kevin Kline), sich alleine mit den Klunkern aus dem Staub machen zu können und verpfeifen kurzerhand den Anführer der Truppe an die Polizei. Doch die Beute ist weg und niemand anders als der Anwalt des Geleimten (John Cleese) könnte wissen, wo die Juwelen stecken. Also verführt ihn die attraktive Wanda kurzerhand, um das Versteck in Erfahrung zu bringen. Wenn da nicht ihr angeblicher Bruder Otto, eifersüchtiger Möchte-Gern-Philosoph mit - äh wie war das noch im Mittelteil? richtig! leichten Konzentrationsschwächen, züchtig über Wandas Moral wachen würde. Und dann gibt's schließlich noch den treuen K K K Ken (Michael Palin), Tierfreund und Aquarianer aus Überzeugung, der vom Boß. persönlich die Anweisung erhält, die Hauptbelastungszeugin, eine alte Dame mit drei Hunden, ins Jenseits zu befördern. 

Fast schon ein Klassiker der Gaunerkomödie - eine exzellente Mischung aus schwarzem britischen Humor und amerikanischem Slapstick. Tierfreunde kommen übrigens ebenso auf ihre Kosten wie Liebhaber fremdländischer Verbalerotik.  

Kann man handelsübliche Pommes als Folterinstrument verwenden? Was denkt eine gutbürgerliche britische Familie, wenn ein nackter Mann in ihrer Wohnung steht? Wie reagiert eine alte Frau auf das Massakrieren ihrer Hündchen? Antworten gibt eine rabenschwarze Gauner-Komödie mit verklemmten Briten, durchgeknallten Amis, Schoßhündchen und einer femme fatal. Ein Fisch namens Wanda ist brutal, grotesk und sadistisch - und hat alle Elemente eines guten Lustspiels: eine irrwitzige Story, perfekt-präzises Gag-Timing und brillante Darsteller. Ex-Monty-Pyton Cleese hatte die Idee zu einem Film, der die Haßliebe zwischen Briten und Amerikern aufs Korn nimmt: ”Die Leute denken, Briten und Amerikaner hätten unheimlich viel gemeinsam, aber das stimmt nicht.“ Deshalb kultivieren Michael Palin und Cleese als korrekter Normalbürger, der in peinliche Situationen gerät, englische Macken und Schrullen, während Jamie Lee Curtis und Kevin Kline (absolut genial als eifersüchtiger, dummer, agressiver, philosophierender Killer) brilliant amerikanische Ignoranz und Großspurigkeit verkörpern. Letzten Endes geht das immer mehr drunter und drüber und bis zum großen Showdown am Flughafen werde alle Konventionen über Bord geworfen. Aberwitzig!

Ähh, wie war das im Mittelteil?

Kritik & Pressestimmen
"Schwarzer Humor ist Trumpf in der weltweit erfolgreichen Komödie des Regie-Veteranen Charles Chrichton, die hierzulande im Kino weit über 3 Millionen Zuschauer hatte. Das temporeiche Feuerwerk bisweilen absurder Gags, stützt sich mit Hauptdarstellern wie John Cleese und Michael Palin aus der Monty Python-Crew, der ansehnlichen Jamie Lee Curtis ("Die Glücksritter") und "Silverado"-Star Kevin Kline (Oscar als bester Nebendarsteller) auf Spitzenkräfte."
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