Die Schwarzwaldklinik
Schleife
Kommentar zur siebten Wiederholung im ZDF
Keine Serie des ZDF ist und
bleibt wohl so erfolgreich wie "Die
Schwarzwaldklinik". In der bislang siebten
Wiederholung läuft sie derzeit wieder morgens im
Vormittagsprogramm des Senders. Und damit grenzt sie sich
ab von anderen Produktionen der 80er, die damals im
Gegensatz zu heute die Zuschauer fesselten: "Praxis
Bülowbogen", "Ein Heim für Tiere",
"Unsere Drombuschs", "Ich heirate eine
Famile", "Die Wiecherts von nebenan" und
wie sie alle heissen. Bezeichnend, dass der Sender den
bislang eingehaltenen 3-Jahrs-Wiederholungszyklus auf 2
Jahre umgestellt zu haben scheint. Immer noch scheint die
Zahl der Interessierten nicht abzureissen.
Da interessiert es doch, was zu diesem Phänomen geführt
hat.
Es ist wohl einerseits die Qualität und Liebe mit der
die Familienserie fern von Anzüglichkeiten und
Provokation mit einfachen Bildern tiefgründige
Persönlichkeiten aufeinander und auf alle erdenklichen
Probleme treffen lässt, von der Qualität der
schauspielerischen Leistungen mal ganz zu schweigen. Das
alles spielt in einer badischen Idylle, die es so zwar
nicht gibt, aber dennoch einen Zauber auf die Zuschauer
ausübt, dennoch heute ist die gezeigte Klinik
Ausflugsort. In heutigen Zeiten fällt es wohl zudem auf,
dass es keine Vermarktungsmaschinerie gab, von ein paar
Büchern und Schallplatten mal abgesehen, der die Serie
dienen musste.
Neben den Hauptdarstellern, für die es wohl mit die
Serie ist, der sie ihren hohen Bekanntheitsgrad verdanken
(Klausjürgen Wussow, Gaby Dohm, Sascha
"Traumschiff" Hehn), gibt sich in der Serie die
Crème de la Crème der 80er Schauspielrige in
Nebenrollen die Klinke in die Hand: "Seewolf"
Raimund Harmstorf, Harald Juhnke, Beatrice Richter,
Günter Strack, Evelyn Hamann, Knut Hinz, Karl Walter
Diess, Horst Naumann, Anja Kruse, Volker Brandt, Barbara
Wussow, Jochen Schroeder, Christian Kohlund uvm.
Es passt also alles zusammen, alles ist aufeinander
abgestimmt und kommt doch so nonchalant daher. Und genau
das sind auch irgendwie die Gründe, weswegen ich mich
schon auf die achte Wiederholung freue.
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