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Mit dem
Ziel, die Nachfolge von ABBA, dem
bis dato einzig erfolgreichen
schwedischen Popexport,
anzutreten, taten sich 1986 Per
Gessle und Marie Fredriksson
zusammen. Gessle war mit seiner
Rockband Gyllene Tider ebenso
eine feste Größe auf dem
nationalen schwedischen Popmarkt
wie auch Fredriksson, die zuvor
drei Soloalben herausgebracht
hatte. Roxette, der Name
des neuen Projekts, stammt aus
einem Song von Dr.Feelgood. Mit
"Pearls Of Passion"
sollte das internationale
Publikum erreicht werden, weshalb
die beiden, im Gegensatz zu ihren
Soloprojekten, auf die englische
Sprache setzten. Sie holten damit
Platin, allerdings nur in
Schweden. Ansonsten nahm kaum
jemand Notiz davon.
Auch ihre zweite
LP "Look Sharp" war
zunächst nur im eigenen Land
erfolgreich. Das Päckchen eines
amerikanischen Austauschstudenten
sollte dies ändern. Nachdem er
"The Look" an seine
heimatliche Radiostation
geschickt hatte, ging alles recht
fix. Es folgten ein Vertrag mit
EMI America und Platz eins der
US-Single-Charts.
Bis heute haben
die beiden weltweit 38 Millionen
Alben und 15 Millionen Singles
verkauft. Und das mit einem
denkbar einfachen Rezept: Ein
paar an die Beatles angelehnte
Harmonien, eine dezente
Hardrock-Gitarre und die Stimme
von Marie Fredriksson, die den
leichten Melodien Gewicht
verleiht. Genau der richtige
Sound für Leute, denen Bon Jovi
zu punkig und Hip Hop zu
verrückt erscheint.
Nach ihrer vierten
LP und ständiger Live-Präsenz
legen sie 1992 zum ersten Mal
eine Pause ein. Marie kriegt ein
Kind und Per ein neues Outfit.
Außerdem will er, der Per, jetzt
auch ein bisschen mehr beachtet
werden. 1994 finden sie mit der
LP "Crash! Boom!
Bang!", deren Songs von so
elementaren Dingen wie Harleys
und Autos erzählen, erneut den
Weg in die Charts. Kurz darauf
verabschieden sie sich auf's Neue
zum Kinderkriegen. Jetzt sind sie
wieder da mit neuem Soun, neuer
Energie und erwarten die
Reaktionen von draußen...
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