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Im Dunkel
scheint dein Licht,
Woher, ich weiß es nicht.
Es scheint so nah und doch so fern.
Ich weiß nicht, was du seist:
Schimmre, schimmre, kleiner Stern !

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"Die
archetypische Welt des Märchens wird gerettet;
jedoch nicht für immer, sondern nur auf Zeit.
Der Einbruch ders Phantastischen ist der Einbruch
einer längst real gewordenen, umfassend
technisierten Welt, für die Ende eine
Erlösungsmöglichkeit sucht. Auf dem Weg über
eine Erneuerung des romantischen Mythos vom
reinen, nahezu gottähnlichen Kind wird dem Leser
eine Art kultischer Botschaft vermittelt, die
nicht kritisch befragt, sondern mit dem
"Herzen" geglaubt werden soll. Der
Schauplatz römisches Amphietheater ist als
Anspielung auf vorchristliche Erlösungsmythen
deutbar, Momo als säkularisierte
Jesus-Kind-Figur und Meister Hora als Gottvater
mit eingeschränkter Machtvollkommenheit."
(Harenbergs Lexikon der Weltliteratur)
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MOMO - DAS FANTASTISCHE BUCH
Welchen Stellenwert hat
dieses Buch, ist es Literatur, Fantasielektüre,
ernsthafte Kritik oder was. In der deutschen
Literaturszene wird das Wek Endes leichtfertig in die
Kinderliteratur abgeschoben, womit man Ende eindeutig
unrecht tut. Kritiker haben sich immer schwer getan,
genau auszudrücken, was man von Endes Büchern
halten soll. In "Momo" folgt Ende der Idee,
dass viele Menschen den Blick auf die wichtigen Dinge
im Leben verlieren. Allerdings erweckt er auch den
Eindruck, als ob dieses zwangs weise auftreten kann, dass
die Menschen sich der Gefahr nicht von alleine
bewusst werden können. Dies ist eine seltsame
Unterstellung, aber im Buch passend, um eine der drei
Fronten darzustellen: 1. Momo - die Retterin 2. die
gewöhnlichen Einwohner der Stadt - die
unaufgeklärten Verführbaren 3. die grauen Männer -
das Böse dieser Welt. Momo besinnt darauf, die wesentlichen
Werte der menschlichen Welt zu verteidigen ohne
falschen Idealen auf den Leim zu gehen. Was nützten
Reichtum, Erfolg, Popularität, wenn man zunehmend
vereinsamt? Die Menschen bilden sich soviele neue
Werte, dass Momos simples Verständnis der Welt ihnen
naiv erscheint, weil sie sich und andere nur noch
über diese Werte einschätzen können. Mein
Kritikpunkt wird also deutlich: Warum muss es eine
einzelne Person geben, die alleine alles ändern
kann. Wer sich darauf verlässt und diese Idee
versucht in die Realität zu übertragen, wird auf
die Fresse fallen.
Nichtsdestoweniger möchte ich die positiven
Eigenschaften Endes hervorheben: Michael Ende
verwendet einen wunderbaren Schreibstil: Kurz,
prägnant, auf schöne Bilder basierend, eindeutig
zweideutig. Seine Lektüre entspannd, strengt nicht
an, ist für alle Altersklassen geeignet. Sowohl
Kinder als auch Erwachsene finden ihren Spass daran.
Und das darf auch ruhig so bleiben. Das Buch verliert
weder beim zweiten Lesen, noch in der
Hörspielfassung oder dem Film an Reiz. Und nun: Ran
ans Buch, viel Spass beim Lesen!
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