Oscar-Preisträger
Kevin Kline wurde in St. Louis, Missouri, geboren.
Er nahm ein Musikstudium an der Indiana
University's School of Music auf, wechselte aber
bald an die berühmte Juilliard School of Drama
und wurde eines der Gründungsmitglieder von John
Housemans The Acting Company. 
Vier Jahre lang tourte er durch
die USA und spielte Hauptrollen in Stücken von
Tschechow, Shakespeare, Sheridan, Gorki,
Goldsmith, Congreve und Molière. 1978 debütierte
er mit dem Hal-Prince-Musical "On the
Twentieth Century" am Broadway und erspielte
sich auf Anhieb einen Drama Desk Award und den
ersten von zwei Tony Awards. Zwei
Jahre später übernahm er die Hauptrolle des
Piratenkönigs in Joseph Papps Neuinszenierung
von Gilbert & Sullivans Operette "The
Pirates of Penzance". Das Stück wurde
schließlich am Broadway aufgeführt und
bescherte Kline, dessen Ruhm ständig wuchs,
einen weiteren Tony und erneut einen Drama Desk
Award als Bester Schauspieler in einem Musical.
Außerdem erhielt er einen Obie Award als Bester
Darsteller. Das Hit-Musical wurde rasch mit Kline
in der Hauptrolle verfilmt. Doch seine Karriere
begann genaugenommen schon während der Broadway-Laufzeit
von "The Pirates of Penzance". Denn bei
einer Aufführung wurde Regisseur Alan J. Pakula
auf Kline aufmerksam und engagierte ihn als
Partner von Meryl Streep in "Sophies
Entscheidung". Für seine darstellerische
Leistung wurde Kline schließlich für einen
BAFTA Award und einen Golden Globe nominiert.
Seitdem
hat Kline in zahlreichen Filmen mitgespielt,
darunter "Schrei Nach Freiheit", "Ein
Fisch Namens" "Wanda", "Dave",
Ang Lees "Der Eissturm" (der ihm einen
New Yorker Gotham Award einbrachte)," Wilde"
"Kreaturen" sowie "In & Out",
der ihm seine zweite Golden-Globe-Nominierung
bescherte. Für die Rolle des verrückten Otto
West in "Ein Fisch Namens Wanda"
erhielt Kline 1988 den Oscar als Bester
Darsteller in einer Nebenrolle. Seine langjährige
Zusammenarbeit mit Regisseur Lawrence Kasdani
begann 1983 mit "Der Grosse Frust" und
setzte sich mit "Silverado", "Ich
Liebe Dich zu Tode", "Grand Canyon - Im
Herzen der Stadt" und schließlich "French
Kiss" fort. Kline spielte zuletzt neben Will
Smith und Kenneth Branagh in der Western-Parodie
"Wild Wild" "West" von Barry
Sonnenfeld.
Kevin
Kline, der das klassische Theater liebt, wechselt
regelmäßig zwischen Bühne und Filmstudio. Für
seine Leistung als Bluntschli in der John-Malkovich-Inszenierung
von Shaws "Helden" am Circle in the
Square Theater wurde er mit Kritikerlob überschüttet.
Zuletzt spielte er in der David-Hare-Adaption von
Tschechows "Iwanow" am Lincoln Center.
Im Rahmen des New York Shakespeare Festivals war
Kevin Kline in den Stücken "Richard III."
und "Heinrich V." zu sehen, als Graf in
"Maß für Maß", als Benedich in
"Viel Lärm um nichts" und zweimal in
der Titelrolle von "Hamlet".
Für
seinen ersten "Hamlet" gewann Kline den
Obie Award für seine Gesamtleistungen am Theater.
Der Preisträger des Shakespeare Awards for
Classical Theatre erhielt für seine eigene
Inszenierung von "Hamlet" (1992) fünf
Drama-Desk-Nominierungen, darunter zwei für
Kline selbst als Regisseur und Hauptdarsteller.
Kline,
der beim New York Shakespeare Festival als
Associate Producer fungiert, zeichnete auch für
die Fernsehaufzeichnung dieser Inszenierung im
Rahmen der PBS-Serie "Great Performances"
verantwortlich.
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