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Interview mit Tatjana Trieb
Interview mit
Regisseur Anno Saul
"WENN
DU DA BIST, WEISS ICH EBEN, WAS ALLES WEG IST, WENN ICH
TOT BIN..."
Die "Grüne Wüste"
ist der geheimnisvolle Wald, in dem Katja (Tatjana
Trieb) und Johann (Robert Gwisdek) ihre Träume
leben: hier steht ihre Hütte in einer alten
verfallenen Burg, auf der die beiden nach einem
sagenumwobenen Ritter graben, der Katja auch im
"wirklichen Leben" erscheint ...
In ihrer "Grünen
Wüste", Zuflucht und Oase zugleich, schmeckt es
nach Abenteuer, Freiheit und Magie im Gegensatz zum
tristen Alltag zu Hause. Katja und Johann leben ihre
ersten zarten Gefühle, während um sie herum die
Welt zusammenzubrechen droht: Katja muss mit ansehen,
wie ihre Mutter (Martina Gedeck) eine Affäre mit
Johanns Vater Simon (Heino Ferch) anfängt, während
ihr Vater (Ulrich Noethen) tatenlos zuschaut, wie die
Familie zerbricht ...
Schliesslich
erkrankt Katjas grosse Liebe Johann an Leukämie.
Egal, was passiert, Katja
gibt nicht auf und lernt immer mehr, die Kraft ihrer
Phantasie und der Magie aus der "Grünen
Wüste", für ihr Leben zu nutzen. Indem sie
fest an ihre Liebe glaubt und dafür kämpft, findet
sie am Ende den Weg zu sich selbst.
EINE ART
VERLUST
Gemeinsam benutzt:
Jahreszeiten, Bücher und eine Musik. Die Schlüssel,
die Teeschalen, den Brotkorb, Leintücher und ein
Bett. Eine Aussteuer von Worten, von Gesten,
mitgebracht, verwendet, verbraucht. Eine Hausordnung
beachtet. Gesagt. Getan.
Und immer die Hand gereicht.
In Winter, in ein Wiener
Septett und in Sommer habe ich mich verliebt. In
Landkarten, in ein Bergnest, in einen Strand und in
ein Bett. Einen Kult getrieben mit Daten, Versprechen
für unkündbar erklärt, angehimmelt ein Etwas und
fromm gewesen vor einem Nichts, ( - der gefalteten
Zeitung, der kalten Asche, dem Zettel mit einer Notiz
), furchtlos in der Religion, denn die Kirche war
dieses Bett.
Aus dem Seeblick hervor ging
meine unerschöpfliche Malerei. Von dem Balkon herab
waren die Völker, meine Nachbarn, zu grüssen. Am
Kaminfeuer, in der Sicherheit, hatte mein Haar seine
äusserste Farbe. Das Klingeln an der Tür war der
Alarm für meine Freude.
Nicht dich habe ich verloren,
sondern die Welt.
(Ingeborg Bachmann)
DANN ERST DANN
Wenn ich
im Glanz der Sonne
dein Lächeln nicht sehe
wenn ich
im Gesang der Vögel
deine Stimme nicht höre
wenn ich
in fremden Gesichtern
deines nicht suche
Dann
erst dann
bist du wirklich gestorben
(Helga Hochmann)
Und wenn Du Dich
getröstet hast,
wirst du froh sein,
mich gekannt zu haben
(Saint-Exupery)
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